Team und Geschichte

Wer steht hinter diesem Projekt?

Das Projekt hinter der Webseite befindet sich im Aufbau und versteht sich zunächst als loses Netzwerk zur Vernetzung von Menschen und Gruppen, die sich zum Thema Reproduktive Gerechtigkeit politisch organisieren, dazu arbeiten oder forschen. Zum Koordinationsteam gehören aktuell Melody Ledwon, Valle Mazzaferro und Peggy Piesche.

Wie ist dieses Projekt entstanden?

Die Idee für diese Webseite entstand im Rahmen eines studentisch selbstorganisierten Seminars an der Alice Salomon Hochschule Berlin mit dem Titel „Mehr als pro choice? Intersektionale Perspektiven auf Reproduktion und Bevölkerungspolitik“.

Das Seminar wurde von Valle Mazzaferro initiiert und geleitet, von Müjgan Şenel wissenschaftlich betreut und in Zusammenarbeit mit folgenden Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen und aktivistischen Wissenschaftler_innen geplant und durchgeführt:

BASTA! Erwerbsloseninitiative

Daniel Bendix

Sarah Diehl für Ciocia Basia

Peggy Piesche

Luiza Prado

Melody Ledwon

Johanna Lindemann

Saboura Naqhsband für die Berlin Muslim Feminists

Susanne Schulz

Women in Exile

Das Seminar war als Wahlmodul für Studierende der Sozialen Arbeit (BA) und Erziehung und Bildung im Kindesalter (BA) sowie hochschulexterne Teilnehmer_innen offen und wurde im Rahmen des ASH IQPlus-Programms gefördert.

Ca. 30 Teilnehmende beschäftigten sich im Sommersemester 2019 mit der Frage, was Reproduktive Gerechtigkeit im Kontext der BRD heißen kann, welche Auslassungen in hegemonialen feministischen Diskursen stattfinden und welche Themen Aktivist_innen bewegen, die ihre Arbeit in der Tradition der Organisierung für Reproduktive Gerechtigkeit sehen. Die hier gesammelten Interviews wurden von Studierenden durchgeführt und transkribiert. Ohne die Begeisterung, Offenheit und das Engagement der Seminargruppe wäre dieses Projekt niemals möglich gewesen, daher nochmal vielen Dank an alle Beteiligten!

Das Nachdenken über Reproduktive Gerechtigkeit eröffnet viele Möglichkeiten der widerständigen Wissensproduktion und Praxis. Hier ein paar Stimmen aus unserem Seminar dazu, was diese Perspektive ermöglicht:

"...dass Menschen selbst darüber bestimmen können, ob sie Kinder möchten oder nicht, in welchen sozialen Strukturen (Familie, Freund_innenkreis etc.) und unter gerechter Aufteilung von Sorgearbeit"

"Anerkennung von nicht-hegemonialem Wissen!"

"Gleichstellung aller Familienmodelle in Hinblick auf Verteilungs- und Anerkennungsgerechtigkeit"

"gleiche Zugangsmöglichkeiten für Kinder und Familien unabhängig von finanziellen Möglichkeiten und sozialer Klasse"

"Fragen „körperlicher Selbstbestimmung“ sind in wissenschaftlichen Diskursen sehr „weiß“ besetzt: wir brauchen mehr!"

Interesse an den Seminarinhalten? Hier ist der Seminarplan downloadbar.

 

Erhaltene Förderung:

Das Seminar wurde im Rahmen der Ausschreibung für Student_innen des ASH IQPlus Programms für innovative Lehre gefördert.

Diese Webseite wurde durch eine Förderung des Gunda Werner Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie ermöglicht.